Die Entstehung eines Weingartens

Der Winzer wählt individuell nach Lage die Rebsorte als Grundstein für eine optimale Traubenqualität in den nächsten Jahrzehnten.

Nach einjähriger Vorkultur erhält der Winzer aus der Rebschule die Rebsetzlinge. Diese bestehen aus der geeigneten Unterlagsrebe und dem aufgepfropften Edelreis der gewünschten Sorte.

Zur Vorbereitung der Neuanlage erfolgen eine Aufdüngung und eine tiefe Lockerung des Bodens. Die Zeilen (Rebgassen) teilt man abhängig von Hanglage und Himmelsrichtung ein. Mit Wasserbohrer oder Pflanzmaschine werden die Reben gesetzt. In der Regel erfolgt die Pflanzung im Frühjahr, ist aber auch im Herbst möglich. Ab diesem Zeitpunkt sind ständige Bodenpflege, laufende Pflanzenschutzmaßnahmen und Schutz gegen Wildverbiss notwendig. Die Jungtriebe werden auf 1 bis 2 Triebe ausgebrochen und aufgebunden.

Die verholzten Triebe werden im 2. Vegetationsjahr auf 2 Knospen zurückgeschnitten. Die neuen Triebe müssen wieder ausgebrochen, aufgebunden und in den Drahtrahmen eingestrickt werden (System aus Pfählen, Stöcken und Draht).

Im 3. Jahr werden die jungen Rebstöcke im Zuge des Winterschnittes zurückgeschnitten und in die gewünschte Form gebracht. Nach den üblichen Pflegemaßnahmen eines Weingartenjahres findet im Herbst die Jungfernlese statt, allerdings mit sehr mäßigem Ertrag.

Streckenführung
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